Die Aktivsenioren Bayern – mit Starthilfe ins eigene Unternehmen

BBB

Der Aktivsenioren Bayern e.V. – das sind über 300 ehemalige Unternehmer und Führungskräfte aus etwa 100 Berufsgruppen, die Existenzgründern, Jungunternehmern, Handwerksbetrieben und anderen mittelständischen Unternehmen mit ihrem Fachwissen und ihrer langjährigen Erfahrung  bei der Erstellung von Businessplänen, bei Finanzfragen und bereits bestehenden Problematiken wie Unternehmensnachfolgen zur Seite stehen. Vom Patentanwalt bis hin zum Technischen Betriebsleiter oder Marketingprofi – die Aktivsenioren kommen aus allen Bereichen der Wirtschaft und der Verwaltung. Einer von ihnen ist Anton Aichele. Über 40 Jahre lang war Aichele Bänker mit Leib und Seele. Wir luden den ehemaligen Direktor einer bayerischen Großbank in unsere Redaktion ein, um aus erster Hand mehr über den gemeinnützigen Verein der Aktivsenioren zu erfahren.

„Ich muss beseelt sein von meinem Produkt, denn wenn das Feuer nicht brennt, ist das Projekt oft schon im Vorhinein zum Scheitern verurteilt“

Bereits nach wenigen Minuten konnte ich bei Anton Aichele eine gewisse Dominanz – oder vielmehr eine menschliche Autorität, die wohl jede erfolgreiche Führungskraft fest manifestiert haben müsste, feststellen. Aichele war über vier Dekaden lang im Bankgeschäft tätig, davon mehr als 30 Jahre im Kreditwesen. Ein echter Finanzprofi also. Prädestiniert für die Finanzplanung von Start-Ups, half er bereits zahlreichen ambitionierten Markt-Neulingen auf die Beine. Auf die Frage, welche Eigenschaften und Kernkompetenzen man überhaupt mitbringen müsse, damit eine Unternehmensgründung erfolgreich vonstattengehe, erwidert Aichele mit einem mittelsanften Schlag auf unseren Konferenztisch: „Einen eisernen Willen! Ich muss beseelt sein von meinem Produkt, denn wenn das Feuer nicht brennt, ist das Projekt oft schon im Vorhinein zum Scheitern verurteilt.“ Aichele fügt an, dass die Erstellung eines Businessplans neben harter Knochenarbeit auch eine klare schematische Struktur erfordert. Genau hier werden die Senioren aktiv. „Nachdem ein Mandant über unsere Internetseite den Kontakt aufgenommen und einen Auftrag erteilt hat, trifft man sich und erarbeitet gemeinsam einen Businessplan. Mit der konkreten Kosten-, Investitions- und Umsatzplanung für die nächsten drei Jahre marschiert der Klient dann zur Bank. Teilweise gehen wir auch mit – in der Regel ist das Briefing aber so ausgelegt, dass der Kunde uns bei den Kreditverhandlungen nicht mehr braucht.“

Übrigens: Der amtierende 1. Bürgermeister der Stadt Lindenberg, Eric Ballerstadt, wurde einst selbst von Anton Aichele auf dem Weg in die Selbstständigkeit begleitet und beraten. Der Westallgäuer Politiker machte sich vor vielen Jahren mit einem Kollegen als Landschaftsarchitekt selbstständig und ist noch heute begeistert von der damaligen Zusammenarbeit, die sich über mehrere Monate erstreckte.

Dass ein normalerweise sehr teurer Service dieser Art bei den Aktivsenioren auf 100 Prozent ehrenamtlicher Tätigkeit basiert, sei an dieser Stelle noch einmal explizit betont. „Wir berechnen lediglich 150 Euro, die für unseren Internetauftritt direkt in unserer Vereinskasse fließen. Zudem bekomme ich die Fahrtkosten zu meinen Klienten erstattet“, führt Aichele aus. Das Land brauche dringend Existenzgründer. Deutschland lebe vom Mittelstand, der von kleinen innovativen Unternehmen geprägt ist. „Wir unterscheiden uns ganz klar von Unternehmensberatern. Wir Aktivsenioren sind nicht nur berufserfahren, sondern – was vielleicht noch viel wichtiger ist – menschlich erfahren.“ An dieser Stelle unseres Gesprächs fügt Aichele hinzu, dass Unternehmer in der Regel keinen Sparringspartner haben, mit dem sie sich über ihre Sorgen unterhalten können. Da kann eine fachliche wie menschliche und vor allem vertrauenswürdige und ehrliche Beratung der Aktivsenioren wahre Wunder bewirken.

Bei bereits bestehenden Problemen in wirtschaftlichen Unternehmen sieht die Sache dagegen etwas anders aus: „Leute, die sich mit akuten Problemen in ihrer Firma an uns wenden, kommen leider viel zu oft zu spät“, sorgt sich Aichele. Es sei extrem wichtig, einen genauen Überblick über die betriebswirtschaftlichen Zahlen zu haben. „Wenn ich nicht jeden Tag genau weiß wo ich stehe, laufe ich Gefahr, langfristig Schiffbruch zu erleiden.“ Ein weiteres heikles und vor allem oftmals emotionales Thema ist die Unternehmensnachfolge, die in Familienbetrieben oft zu Unklarheiten und persönlichen Differenzen führen kann. Das berufliche Verhältnis zwischen Vater und Sohn sei laut Aichele oft äußerst kompliziert. Unternehmensnachfolge wirkt sich übrigens auch auf das Kredit-Rating aus. „Wenn ein Unternehmer in die Jahre kommt und die Nachfolge nicht geklärt ist, so wirkt sich das negativ auf die Bonität seiner Firma aus“, so Aichele. „Der Senior muss loslassen können“. Doch auch in diesem Bereich sind die Aktivsenioren mit all ihrer Expertise und menschlichen Erfahrung mit allen Wassern gewaschen und konnten an so manchen Stellen an den richtigen Schrauben drehen und Licht ins Chaos bringen.

 

Wir fassen zusammen:

Die Aktivsenioren Bayern bieten quasi umsonst und ohne wirtschaftlichen Hintergedanken ihre fachliche und ehrliche Unterstützung an, um Start-Ups und kleinen sowie mittelständischen Unternehmen unter die Arme zu greifen. Die meisten Unternehmensgründungen werden zwar in Bayerns größtem Ballungsgebiet München erfasst, das Allgäu zeigt sich aber seit vielen Jahren als innovativer und starker Wirtschaftsstandort. Also liebe Allgäuer: Gründet was das Zeug hält, aber richtig.

 

 

www.aktivsenioren.de