Fraktale – Die verborgene Dimension

Dokus/Reportagen

Im Jahr 1978 hat der junge Mathematiker Benoit Mandelbrot das Buch „Die fraktale Geometrie der Natur“ veröffentlicht und damit nicht nur den Startschuss für eine völlig neue Art der mathematischen Oberflächenbeschreibung gegeben. Er erschuf damit eine völlig neue Betrachtungsweise auf alles um uns herum. 

Fraktale beinhalten Iteration, d.h. die endlose Wiederholung einer Anwendung. In einer Grafik dargestellt, wiederholen sich die entstehenden Muster immer wieder aufs neue und erschaffen so eine unendliche Strecke in einem geschlossenen Kreis. Dieses Phänomen nennt sich Selbstähnlichkeit und man trifft es, einfach überall in der Natur.

Die fraktale Dimension beschreibt also die Rauhheit einer Oberfläche und befindet sich laut Mandelbrot, direkt zwischen der zweiten und dritten Dimension. Diese, lange Zeit als Spielerei belächelte Erkenntnis, revolutionierte am Ende unzählige Branchen sowie unsere Wissenschaft, Kunst und Philosophie. Von den Special Effects der Filmindustrie bis hin zur Kartografie und der digitalen Kommunikation. Kurz gesagt. Fraktale ermöglichten überhaupt erst unser heutiges, digitales Zeitalter.

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