„Jeder Mensch ist einzigartig und im Model-Business sind immer neue Gesichter gefragt.“

Noemi Cleopatra Spitzbarth ist Leiterin der I-Modelacademy in Kempten. In ihrer Agentur, die gleichzeitig Modelschule, Modelagentur und Eventagentur ist, vermittelt sie Models für Fashion-Shows oder Firmenveranstaltungen, bietet Workshops an und organisiert Events aller Art.

Wir haben sie im Interview zu ihrem Job als Modelcoach befragt und was für sie hinter der Arbeit als Model steckt.

Für alle, die dich nicht kennen: Stell dich doch mit ein paar Sätzen vor.

Mein Name ist Noemi Cleopatra Spitzbarth. Ich bin 42 Jahre alt und geboren und aufgewachsen in Siebenbürgen in Rumänien. Seit 2003 lebe ich in Kempten. Ich bin verheiratet und habe drei Kinder.

Wie kann man sich eine professionelle Modelausbildung vorstellen?

Zum Großteil arbeite ich mit Frauen und Mädchen zusammen. Bei der Ausbildung wird dem künftigen Model ein sehr gutes Startpaket mitgegeben: Körperhaltung, Gesichtausdruck, Lauftraining, Fotoshooting und Make-up. Das sind die wichtigsten Themen. Aber das ausschlaggebende ist die Erfahrung, die man im Laufe der Jahre sammelt, man lernt mit jedem Job dazu.

Wie bist du Modelcoach geworden?

Nach 20 Jahren im Model-Business war es mein Wunsch meine Erfahrung weiterzugeben.

Kannst du deine Erfahrung als Heilpraktikerin in die Schönheitsbranche einfließen lassen?

Durch meine Ausbildung in diesem Bereich ist mir Gesundheit sehr wichtig geworden. Es ist mir noch klarer geworden, dass Einfachheit im Essen und Schönheit nicht nur zur Gesundheit führt, sondern zu jüngerem Aussehen. Wir sagen immer: Schönheit kommt von innen. Das stimmt zu 100 %, wie du bist, was du isst, spiegelt sich in deinem Gesicht!

Muss man wie die Mädels bei Heidi Klum aussehen, um Model zu werden?

Jeder Mensch ist einzigartig und im Model-Business sind immer neue Gesichter gefragt. Es kommt auf vieles an. Um GNTM-Gewinnerin zu werden oder als Top-Model zu arbeiten, entscheidet nicht nur das Aussehen! Es hängt von vielen Faktoren ab: Charakter, Professionalität, Ausdauer, Disziplin, Offenheit, Kommunikation, Interesse an Mode/Schönheit/Weiblichkeit und vielem mehr.

Welche Talente muss man mitbringen, um als Model arbeiten zu können?

Bei Kindern ist wichtig, dass die Eltern sie schon im frühen Alter fördern, ob für das Modeln oder allgemein. Es ist wichtig körperlich und geistig fit zu sein. Sportlichkeit ist allgemein gut, bei Mädchen und Jungs schadet es nicht, wenn sie sich für Tanzen oder Schwimmen begeistern. Vielleicht sollten Mädchen keine „harten“ Sportarten wählen, weil diese auf Kosten ihrer Weiblichkeit im Alter gehen können. Als Frau im Modelbusiness ist es wichtig Weiblichkeit zu leben und zu zeigen.

Was ist das Anstrengendste an der Arbeit als Model?

Wenn du etwas gerne machst, ist gar nichts anstrengend. Deswegen zählt was du schon von Haus aus kennst: Sport machen, gesunde Ernährung, guten Vorbilder folgen – dann läuft alles super. Wie in anderen Branchen auch, wird im Model-Business Druck auf die Models ausgeübt. Zum Beispiel, dass man auf den großen Laufstegen der Welt nur noch mit der Größe 34 eine Chance hat. Das ist bestimmt anstrengend, wenn man keine 12 – 14 Jahre mehr alt ist und dann noch Größe 34 haben soll. Aber muss man da mithalten? Ich glaube nicht.

Was macht dir an deiner Arbeit als Modelcoach am meisten Spaß?

Am meisten Spaß macht es, wenn ich an den Teilnehmern und Teilnehmerinnen sehe, wie sie wachsen und sie durch die Veränderungen ein Erfolgserlebnis haben. Dafür mache ich auch meine Arbeit.

Für wen sind die Workshop-Angebote ausgelegt?

Ab September ist für alle Interessierten ein Workshop dabei. Wir sind gerade dabei, neue Programme zusammenzustellen. Wir haben Model- ausbildungen und Power- oder Wohlfühl-Seminare im Angebot. Jeder der sich ausprobieren oder immer schon Modeln wollte, darf kommen. Vielleicht braucht jemand nur etwas Ermutigung und Anerkennung. Unsere Seminare sind speziell dafür ausgelegt. Die Modelkurse sind unabhängig von Alter und Geschlecht. Die Kinder-Workshops fangen ab 10 Jahren an.

Was lernt man in den Workshops?

Selbstbewusstsein, gute Haltung, Ausstrahlung und wie man auf der Bühne oder im Alltag mit einfachen Tricks eine gute Wirkung erzielt. Dazu kommen Bewegungsabläufe und das richtige Posing.

Für welche Events werden deine Models gebucht?

Modenschauen, Fotoshootings, Werbefilme, regional und überregional.

Was kann man als Model bei einem Shooting lernen?

Man kann viel von professionellen Fotografen lernen, denn jeder arbeitet anders, deshalb lernt man mit jedem Shooting etwas Neues. Ein Profi-Fotograf kann einem aufgrund seiner langen Erfahrung viel mitgeben was die Haltung, Gesichtsausdruck, Bewegungen betrifft – der Erfahrungsgewinn ist unbezahlbar. Neben den fachlichen Kompetenzen ist mir der Charakter wichtig: Ist er hilfsbereit, zuverlässig, geht er auf die Models ein? Aber als erstes schaut man sich natürlich die Bilder an und vergleicht die Referenzen.

Gibt es eine Altersgrenze, ab der man zu alt oder zu jung ist, um sich auf dem Laufsteg zu präsentieren?

Nicht wirklich. Falls du fit und gut drauf bist, fotogen, offen – dann kannst du auch mit 70 Jahren etwas in dieser Richtung machen.  Auf dem Laufsteg und in der  Werbung wird jedes Alter in Szene gesetzt. Wir haben verschiedene Kategorien von Models im Portfolio: von Anfängern bis professionell, für jedes Budget ist etwas dabei.

I-Modelacademy-Chris-02
I-Modelacademy-Can-02
I-Modelacademy-Can-01
I-Modelacademy-Alisa-01
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I-Modelacademy

www.i-modelacademy.de

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