Landtagswahl 2018

Worum geht’s eigentlich beim „Gang zur Urne“?

Die nächste Landtagswahl findet am 14. Oktober 2018 statt. Nur noch wenige Tage bis wir Bürgerinnen und Bürger selbst entscheiden, nach welchen Gesetzen wir leben wollen. Ist der Landtag gewählt, wird als erstes die Landtagspräsidentin oder der Landtagspräsident und im Anschluss das Präsidium gewählt. Damit ist der Landtag arbeitsfähig und kann bis zum Ende der Wahlperiode seinen zentralen Aufgaben nachgehen:

  • Den Ministerpräsidenten oder die Ministerpräsidentin wählen und die Regierungsmitglieder bestätigen.
  • Gesetze für Bayern beschließen.
  • Die Regierung und die ihr unterstellte Verwaltung kontrollieren.
  • Den Staatshaushalt in Bayern beschließen.

„Diese Wahl wird in die Geschichte eingehen!“

Der Wahlkampf in Bayern zur Landtagswahl 2018 befindet sich in der heißen, entscheidenden Phase. Neuesten Umfragewerten zufolge sind die meisten Wahlberechtigten allerdings noch unentschlossen bei welcher Partei und welchem Kandidaten sie ihr wertvolles Kreuz machen werden. Die jeweiligen Programme der Parteien bieten viele inhaltliche Reibungspunkte, weisen aber gleichzeitig viele übereinstimmende Haltungen und Ansichten quer durch alle Fraktionen auf.

Nur in einem Punkt sind sich Bürger, Politiker, Medien, Prominente und Unternehmen einig: Am kommenden Sonntag nicht zur Wahl zu gehen, auf sein demokratisches Grundrecht zu verzichten und die Entscheidung einfach den anderen zu überlassen, wer die nächsten fünf Jahre im Bayerischen Landtag regiert, kann im Jahr 2018 für absolut niemanden, der wahlberechtigt ist, eine vertretbare, geschweige denn rationale Option sein. Der schlagfertige und in jeder Situation souverän agierende Norbert Lammert fand zum Abschied, bei seiner letzten Versammlung nach 12 Jahren als Bundestagspräsident in seinem Appell an die Bürgerinnen und Bürger sehr persönliche Worte: „Dann habe ich eine Bitte an die Wählerinnen und Wähler: Nehmen Sie bitte das Königsrecht der Demokratie, aller Demokraten, in regelmäßigen Abständen selbst darüber befinden zu können, von wem sie regiert werden wollen, so ernst, wie es ist. (…) Die Demokratie steht und fällt mit dem Engagement ihrer Bürger. Das ist die wichtigste Lektion, die ich in meinem politischen Leben gelernt hat.“

Von der Kunst eine Frage nicht zu beantworten…

Sich mit sämtlichen Kandidaten und ihren Standpunkten, Konzepten und Gestaltungsvorschlägen im Einzelnen auseinanderzusetzen ist mit Zeit und Energieaufwand verbunden. Dabei den Überblick zu behalten, objektiv zu bleiben und nicht aus Mangel an Motivation letztlich doch nur die Meinungen von anderen nachzuplappern, fällt vielen Menschen nicht leicht. Jede Orientierungshilfe kommt da gerade recht, finden wir und deshalb haben wir im „LIVE IN-Direktvergleich“ den Spitzen- und Direktkandidaten der fünf Allgäuer Stimmkreise auf den Zahn gefühlt. Das Ergebnis ist ein so sachlicher wie spannender Blick in die heimische politische Landschaft und zeigt, wo die ein oder andere vielleicht unerwartete Parallele verläuft und wo eher überraschende, tiefe Kluften die Volksvertreter, Parteien und ihre Überzeugungen voneinander trennt.